CoronaVirus COVID-19 Spanien Costa Blanca Comunidan Valenciana

Coronavirus Spanien Deutschland Welt -25.03.2020

Gesundheit Off Topic Region - Costa Blanca Region - Provinz Alicante Region - Valencianische Gemeinschaft

Inhalt / Content / Contento

Coronavirus Spanien – Deutschland – Welt
Sars-CoV-2 – COVID-19 – deutsch

Aktualisiert – 25.03.2020

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Coronavirus 25.03
  • FR / DE: Saarland hilft Elsass mit Patientenübernahmen. DE: Lauterbach präferiert 3. Szenario. "Bremsen und Gas geben". Ein Großteil der Bevölkerung soll so den Impfstoff abwarten können, das Gesundheitssystem nicht überlastet werden. UK: Gesundheitssystem jetzt schon am Anschlag DE: Weiterhin großer Mangel an Schutzkleidung IT / DE: Sachsen hilft Italien mit Intensivplätzen EU: Landwirtschaftsminister beraten Versorgung USA: Trump bittet Südkorea um Test-Kits DE: Börse reagiert positiv auf Hilfspakete IT/ES: Kaum Verringerung der Todesfälle nach 2 Wochen Ausgangssperre ES: Infizierte Patienten fliehen aus Kliniken. Eissporthalle wird Leichensammelplatz ES:  Madrid - von Pflegern verlassenes Altenheim mit Covid-19 Verstorbenen und Infizierten entdeckt USA: Verlagerung des Epizentrums in die USA erwartet. USA: Schnelle Durchseuchung würde vorausichtlich mehr als 10 Millionen Todesopfer fordern                FR / DE: Saarland hilft Elsass mit Patientenübernahmen. DE: Lauterbach präferiert 3. Szenario. "Bremsen und Gas geben". Ein Großteil der Bevölkerung soll so den Impfstoff abwarten können, das Gesundheitssystem nicht überlastet werden. UK: Gesundheitssystem jetzt schon am Anschlag DE: Weiterhin großer Mangel an Schutzkleidung IT / DE: Sachsen hilft Italien mit Intensivplätzen EU: Landwirtschaftsminister beraten Versorgung USA: Trump bittet Südkorea um Test-Kits DE: Börse reagiert positiv auf Hilfspakete IT/ES: Kaum Verringerung der Todesfälle nach 2 Wochen Ausgangssperre ES: Infizierte Patienten fliehen aus Kliniken. Eissporthalle wird Leichensammelplatz ES:  Madrid - von Pflegern verlassenes Altenheim mit Covid-19 Verstorbenen und Infizierten entdeckt USA: Verlagerung des Epizentrums in die USA erwartet. USA: Schnelle Durchseuchung würde vorausichtlich mehr als 10 Millionen Todesopfer fordern

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Coronavirus – Status & Entwicklung EU, DE, ES

Gemeint ist natürlich nicht das berühmte Corona Bier wie im Beitragsbild. Nehmt mir das bitte nicht übel, das Thema ist eigentlich zu ernst für flache Jokes. Aber ich hatte keine Lust noch so eine erschreckend, schaurig-schöne Makroaufnahme des einer Seemine ähnlichen Coronavirus als Aufmacherbild zu verwenden, wie überall sonst. Sars-CoV-2 heißt das Virus nun offiziell. Die Erkrankung wird COVID-19 genannt.

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Coronavirus Spanien & Deutschland Wissensstand

In diesem Beitrag fasse ich den jeweils aktuell verfügbaren Wissensstand und Informationen zur Coronavirus Pandemie mit Sars-CO-V-2 zusammen. Dazu gibt es Gesundheitsadressen zur Costa Blanca und der Provinz Alicante. Und Linklisten zu aktuellen Artikeln, die ich gut finde. Begonnen habe ich den Beitrag am 02.02. Über die Zeit und mit den vielen Updates ist er  inzwischen zu umfangreich geworden. Deshalb  werde ich ab dem 15.03.2020 längere Unterthemen in eigene Beiträge auslagern und verlinke dann dorthin.

Ausgehend von Deutschland, sammle und filtere ich die wesentlichen, seriösen Informationen zu den Ländern aus denen die meisten Residenten stammen. Ein Schwerpunkt ist natürlich Spanien –  vor allem die Costa Blanca / Provinz Alicante / Valencianische Gemeinschaft. Denn, das Coronavirus Sars-CO-V-2  ist spätestens seit Anfang Februar auch in Spanien und an der Costa Blanca angekommen.

Über das aufklappbare Inhaltsverzeichnis kannst Du zu jedem Thema direkt springen. Der kleine rote Pfeil unten rechts bringt Dich  wieder ganz nach oben im Beitrag.

Inhalte und aktuelle Updates

Neben den bekannten Fakten und Einschätzungen zur Krankheit, dem Virus, dem Verlauf, der Behandlung, usw. rechne ich die statistischen Daten weiter. Und ich benenne die Ergebnisse auch in Zahlen. Ich verwende dazu nur die von den Wissenschaftlern geschätzten Bandbreiten. Manche Ergebnisse sind erschreckend und nur für Leute gedacht, die neben den besten Szenarien auch den schlechtesten Fall wissen wollen und verkraften ohne in den Panikmodus zu schalten.

Denn das können Politiker und Medien mit hoher Reichweite natürlich nicht tun. Die müssen den Spagat vollbringen einerseits richtig zu informieren und zu gestalten. Aber andererseits dürfen sie nicht versehentlich eine breite Panik verbreiten.

Daher drücken sie sich bei den möglichen Szenarien des Ablaufs der Ansteckungswelle und der zu erwartenden Todesfälle sehr vorsichtig aus. Die richtige Information der Bevölkerung ist ein schwieriges Unterfangen. In DE gelingt es meiner Ansicht nach ganz passabel.

Warum schreibe ich hier etwas über den Coronavirus

Zum einen interessierte mich das Thema Pandemiegefahr schon immer. Zum anderen gibt es in Spanien kaum deutschsprachige Infos. Das spanische Gesundheitsministerium hat keine deutschsprachige Seite. Und zudem auch viele Bereiche als unübersetzbares Bild auf der WebSite. Z.B. die besonders wichtigen Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen. Da hilft dann auch der Google Translator nicht weiter.

Und mein kleiner Blog zu Spanien, der Provinz Alicante / Costa Blanca hat ja bei weitem nicht die Reichweite großer Medien. So besteht eine geringere Gefahr unabsichtlich jemanden mit ehrlichen Zahlen (best & worst case) zu verunsichern. Die Site altea.me wird hauptsächlich von aufgeklärten Menschen angesteuert, die sich zu ihrer Region Valencianische Gemeinschaft / Comunidad Valenciana  informieren wollen. Das sind keine Leute die sensationslüstern nach Verschwörungstheorien und Horrorstories suchen, die ihre Ängste weiter hochtreiben und verfestigen können.

Deshalb erlaube ich mir hier die statistischen Szenarien auch zu Ende zu rechnen. Damit will ich niemanden erschrecken oder etwas verharmlosen. Ich verwende dazu die oberen und unteren Werte der jeweils aktuellen Abschätzungen der breit anerkannten Fachleute. 

Wie sind die Inhalte einzuordnen?

Man weiß bis heute noch so wenig über das Virus und die Entwicklung. Es sind immer noch Szenarien möglich, wie bei der Schweinegrippe, der Vogelgrippe oder Ebola. Bei allen kam Deutschland und Europa vergleichsweise gut davon. Nach wenigen Monaten endete die Gefahr und weitere Ansteckungen blieben aus. Auch damals wusste man aber nicht, wo die Reise hingehen wird.

So kann auch das Coronavirus in kurzer Zeit wieder verschwinden, viele Jahre andauern oder mit einem Peak vieler Infektionen in kurzer Zeit unsere Systeme überfordern. Alle statistischen Hochrechnungen beleuchten jeweils nur eines der möglichen Szenarien. Es ist aber keinesfalls eine Aussage darüber ob dies eintreten wird.

Und, ich bin kein Arzt. Daher sind die Inhalte keinesfalls verbindliche, medizinische Ratschläge. Da muss sich jeder selbst informieren und sich seinen eigenen Reim darauf machen. Ich versuche nur den Weg dazu etwas abzukürzen und sortiere und filtere die Unmenge der teils marktschreierischen Infos nach Fakten, Fachwissen und Seriosität. Dann breite ich diese so strukturiert, wie ich es vermag hier aus.

Updates

Ich mache regelmäßig Updates und zitiere Experten und Blogs, gewürzt mit meiner Wahrnehmung als Normalbürger ohne medizinische Ausbildung. Deshalb bitte ich alles hier Recherchierte und Geschriebene als meine persönliche Einschätzung und die der zitierten Quellen zu sehen. Denn noch sind alle genannten Zahlen nur Schätzungskorridore der Wissenschaft und nicht verbindlich.

Kurzfazit vorneweg – aktuelle Situation
Deutschland, Spanien, Italien

Dieser erste Bereich wird demnächst in einen eigenen Artikel ausgelagert.

Statement: Da es in diesem Bereich nur noch um Zahlen und mehr Erkrankte  geht stopp ich diesen Bereich. Wer wissen will wie viel es mehr geworden sind findet das überall.

Sind wir nicht alle kleine Virologen und Experten in diesen Zeiten? Die einzige Möglichkeit angemessen zu reagieren ist Information. Wie viel davon und welche ist die große Frage. In diesem Abschnitt breite ich meine Gedanken zur Situation aus und liste tickermäßig die aktuelle Entwicklung.

Befindlichkeiten

Um was geht es nachdem die Ansteckungswelle in wenigen Tagen so explodiert ist? Realisieren, dass es eine echte Gefahr ist. Das dauert ein paar Tage. Ich / Wir fragen uns ob wir uns schon angesteckt haben. Rechnen die letzten 2 Wochen zurück und checken unsere Kontakte. Dann zählen wir die Tage der Inkubationszeit in Isolation und hoffen.

Uns darauf einzustellen, dass sich das soziale Leben so schnell und total verändert ist schwer. Familien mit Kids in zu kleinen Wohnungen haben es besonders schwer. Das Erkennen, dass neben der Gesundheit auch die wirtschaftliche Sicherheit gefährdet sein wird wird wohl noch etwas länger dauern. Noch überwiegt die gesundheitliche Gefahr in unserem Kopf. Abgesehen von den Selbstständigen, die schon jetzt um Ihre Existenz kämpfen müssen. 

Die kollektive Angst vor drohender Krankheit und wirtschaftlichem Untergang zu überwinden wird uns noch ein paar Wochen kosten. Andere Gefahren die medial nicht so überpräsent sind akzeptieren wir als Lebensrisiken ohne darüber nachzudenken.

Wir werden uns auch auf das Coronavirus einstellen und lernen damit zu leben. Ich wünsche Euch eine gute Balance zwischen Vorsicht und  gelassenem Fatalismus und ausreichende finanzielle Reserven die kommende Rezession zu überstehen. Ich wünsche uns allen viel Kraft und Solidarität unsere besonders gefährdeten Lieben so gut, wie möglich zu schützen.

Coronavirus in Deutschland

Ich stoppe nun ab heute die weitere Fortschreibung von Zahlen zu Erkrankten und Todesfällen Tag für Tag. Es sind so viele und es geht so schnell. So will ich hier keinen Zahlenfaschismus betrieben. In der Linkliste unten kannst Du die jeweils aktuellen Zahlen bei den offiziellen WebSites abrufen.

Letztes Update 19.03.2020:

Die Tagesschau meldet über 12.000 Infektionen und 23 Tote nach den Zahlen der Johns Hopkins University. Der SPD Gesundheitspolitiker Lauterbach schätzt eine Dunkelzifferfaktor von 5-7. Also derzeit insgesamt 60.000 bis 74.000 Infizierte. Andere gehen vom einer weit höheren Zahl unerkanter COVID-19 Erkrankungen aus.

Update 18.03.2020:

Laut Morgenpost sind am 18.03.2020 9,900 Infektionen bestätigt und 26 Todesfälle zu beklagen. Das ist etwa eine Verdoppelung im Vergleich zum 15.03. Wenn sich in DE etwa alle drei Tage die Anzahl der Erkrankten verdoppelt. Und diese Entwicklung durch die Pseudo Ausgangssperre“ nicht gestoppt werden kann, werden wir in 2 Wochen mit über 300,000 Infizierten zu rechnen haben. Erst dann kann festgestellt werden ob die Maßnahmen Wirkung zeigen.

Die Luftbrücke Deutsche aus dem Ausland zurückzuholen ist gestartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird heute Abend erstmals in ihrer 14-jährigen Amtszeit eine außerplanmäßige Fernsehansprache halten. Dieser „Bericht zur Lage der Nation“ weist auf den Ernst der Lage hin. Angela Merkel ist wieder im Krisenbewältigungsmodus. Obwohl ich politisch nicht „schwarz“ denke“ bin ich froh, dass diese kompetente, besonnene und uneitle Frau und Wissenschaftlerin noch Kanzlerin ist.

Update 17.03.2020:

Johns Hopkins Universität vermeldet über 8.604 bestätigte Infektionen und 23Todesfälle durch das Coronavirus Sars-CoV-2. 67 Patienten wurden als geheilt entlassen. Hotels und Hallen sollen zu Behandlungszentren für leichtere Fälle umfunktioniert werden. Die Forderung des RKI Präsidenten die Intensivbetten zu Verdoppelung ist laut der Krankenhausgesellschaft unmöglich. Sie rechnet mit max. 20% mehr Intensivbetten in den nächsten 2 Monaten.

Update 15.03.2020:

Robert Koch Institut (RKI) vermeldet übr 4.585 bestätigte Infektionen und 11 Todesfälle durch das Coronavirus Sars-CoV-2

Update 13.03.2020:

Angela Merkl spricht nun von einem „dynamischen Ausbruchsgeschehen“. Das heißt eine gewaltige Beschleunigung der Neuinfektionen. Jens Spahn ist eigentlich nicht mein Fall, aber er agiert gut und besonnen. Das föderale System in Deutschland erschwert eine bundeseinheitliche Regelung. Das ist eine Stärke und eine Schwäche zugleich. So kann zwar auf unterschiedliche Situationen in den Bundesländern verschieden reagiert werden.

Aber es schafft auch sehr viel Unsicherheit. Z.B. beim Thema Schulschließung oder der Absage von Veranstaltungen. Der Virologe Kekulé empfiehlt seit Wochen keine Zeit mehr zu verlieren und Schulen, Kikas und Unis zu schließen. So schwer es für Politiker wohl sein mag die Balance zwischen sinnvollen Schutzmaßnahmen und der Gefahr der Verunsicherung der Bevölkerung, abzuwägen.

Die Reaktion scheint immer zu langsam zu sein. Die Politik bestreitet das und spricht von „proaktivem Handeln“ das ist ein furchtbares Wort. Wenn die einzige Chance darin besteht ein absolutes Chaos in den Intensivabteilungen der Krankenhäuser und viele Todesfälle deshalb durch eine Verlangsamung der Ausbreitungsgeschwindigkeit zu erreichen. Dann verdammt, muss man das doch machen!

Coronavirus in Spanien

Keine neuen Horrorzahlen Updates mehr hier.In der Liste unten findest Du Links zur WHO, RKI und Johns Hopkis University.

Update 18.-19.03.2020:

Laut Morgenpost sind am 18.03.2020 über 13.718 Infektionen in Spanien bestätigt und fast 600 Todesfälle zu beklagen. Das Ende der Ausgangssperre ist nicht festgelegt. Die spanische Polizei setzt in Madrid Drohnen ein mit Lautsprecheransagen nach Hause zu gehen. Die 47 Millionen Spanier und Ausländer im Land dürfen nur noch bei Arztbesuchen, zum Lebensmitteleinkauf und für den Weg zur Arbeit das Haus verlassen. Ausländer dürfen immer noch ausreisen.

Update 17.03.2020:

Spanien ist nach Italien in Europa das am stärksten betroffene Land. Stand gestern Abend über 8.900 bestätigte Fälle und über 300 Tote. Madrid ist das Epizentrum mit mit fast 5.000 Fällen. Viele Madrilenen sind aus der Metropole an die Küste geflohen. Das wird Auswirkungen der Neuinfektionen auch an der Costa Blanca und der Comunidad Valenciana haben.

Die Dunkelziffer der COVID-19 Erkrankungen ist extrem hoch. Es werden nur noch schwere Fälle mit Krankenhausaufenthalt registriert. Es gibt nicht genug Tests und es gibt nicht genug Krankenhausbetten. Das Kabinett ist nach der Ansteckung einer Ministerin isoliert und konferiert nur noch via Video Konferenzen.

Update 16.03.2020:

Denia: 6 positiv getestete Patienten bestätigt. Die Notfallstufe der Klinik befindet sich aktuell noch auf dem niedrigsten Level – grün. Wann und ob höhere Stufen (Gelb, Orange und Rot) ausgerufen werden ist fraglich. Meiner Ansicht nach ist es längst orange oder rot. Dies wird wohl erst geschehen, wenn sich die Anzahl erhöht und die Grundversorgung in der Marina Alta zunehmend erschwert ist.

Benidorm: Englische Touristen halten sich nicht an die Ausgangssperre. Polizei setzt den spanischen Notfallplan durch.

Update 15.03.2020:

Alicante meldet 94 neue COVID-19 Erkrankungen. In der ganzen Valencianischen Gemeinschaft haben sich die Ansteckungen innerhalb von einem Tag verdoppelt. Um 216 Neuinfektionen auf aktuell 403 Fälle. 4 Menschen sind verstorben.

Spanien ruft am Abend des 14.03. den landesweiten Notfall aus. Die Stufe wurde erst auf drei, jetzt auf zwei festgesetzt. Nur noch Apotheken und Lebensmittelgeschäfte sind offen. Die Bewegungsfreiheit wird auf das Einkaufen, den Weg zur Arbeit und nach Hause und zu Pflegebedürftigen beschränkt. Die Stufe 2 bedeutet Ausgangssperre und keine Mobilität mehr. Quarantäne für alle.

Update 14.03.2020:

Der nationale Notstand wurde ausgerufen, zunächst mit Stufe 3.

Update 13.03.2020: In Spanien sind die Neuansteckungen mit dem Coronavirus geradezu explodiert. In den letzten Tagen haben sich bestätigte Fälle und Todesfälle in sehr kurzen Zeiten verdoppelt. Stand heute 13.03.2020 über4.330. Die Todesfälle hatten sich alleine vom Mittwoch auf Donnerstag von 48 auf über 100 erhöht. Morgen am 14.03. könnte in Spanien der nationale Notstand ausgerufen werden. 

Regierungsmitglieder sind bestätigt infiziert. Auch die Ehefrau des Premiers Sánchez hat sich mit COVID-19 angesteckt. Das Königspaar und das Kabinett werden getestet. Madrid könnte in den nächsten Tagen komplett abgeriegelt werden. Das Team von Real Madrid ist in Quarantäne. Die Fußballliga ist ausgesetzt. Ab Montag sind alle Schulen und Universitäten geschlossen. Es werden italienische Verhältnisse befürchtet.

Noch immer aber sehe ich hier an der Costa Blanca überall sich umarmende Menschen in den Bars. Diese an sich so liebenswerte und herzliche, mediterrane  Umgangsart untereinander scheint schwer zu ändern zu sein. Das ist aber absolut nötig. Denn Kontakte zu vermeiden und Hygiene sind derzeit die einzigen Waffen die Neuinfektionen zu verlangsamen.

COVID-19 in Italien

Ich ertrage es auch hier nicht mehr hier weitere Zahlen zu Todesfällen zu listen. In der Linkliste unten findest Du die entsprechenden WebSites von WHO, RKI und Johns Hopkins University.

Update 19.03.2020:

Tagesschau 9:00 Uhr: Italien erleidet weitere 475 Todesfälle innerhalb von nur einem Tag. 35.700 gelten als gesichert erkrankt. Ein Anstieg von fast 8.000 Fällen. Bei einem für Italien angenommen Dunkelziffer Faktor von mindestens 10 bis 20 wären 350.000  bis 700.000 Menschen bereits infiziert.

Update 18.03.2020:

Immer noch rasanter Anstieg der Ansteckungen und Todesfälle. Es gibt über 27.000 bestätigte Fälle. Experten hoffen in ein paar Tagen den Höhepunkt erreicht zu haben. Dann ist die Ausgangsperre länger, als der vermutete Zeitraum der Inkubation. Unklar ist, wie viele Italiener die Quarantäne unterlaufen haben. Das hat entscheidenenden Einfluss auf die Wirksamkeit der Maßnahme. Wer an den Bahnhöfen gesehen hat, wie viele Mailänder die Stadt noch gegen Süden verlassen haben, ist besorgt.

Exotischer Nebeneffekt: Venedig hat das sauberste Wasser seit langer Zeit. Sogar Fische werden in den Kanälen gesichtet. Die ca. 50.000 Einwohner zählende Lagunenstadt Venedig leidet seit vielen Jahren unter den über 30 Millionen Touristen. Im Hafen von Caglari hat man sogar Delfine gesehen nachdem der Schiffsbetrieb dort eingestellt worden war. Der Stickstoffdioxid Ausstoß ist gemäß ESA (Europäische Raumfahrt Agentur) in Italiens Norden erkennbar gesunken.

Update 17.03.2020:

24.777 verifizierte Coronavirus Infektionen (Stand 16.03. 15:00). Das ist ein weiterer, rasanter Anstieg. Nach 1 Woche Quarantäne des ganzen Landes scheint sich die Ansteckungskurve aber  leicht abzuflachen. Ob die Maßnahmen zur Verlangsamung wirksam sein werden weiß man in etwa 1 Woche.

Update 15.03.2020:

368 neue Tote in Italien seit gestern. Das System crasht. Intensivstationen sind überbelegt. Nach den bisherigen Erfahrungen benötigen 5% der COVID-19 Erkrankten brauchen einen Beatmungsplatz. Der ist aber nicht verfügbar. In Italien existieren ca. 11 Beatmungsplätze je 100.000 Einwohner. Die Hälfte davon ist belegt mit Intensivpatienten, die nicht an COVID-19 erkrankt sind. Das reicht also bei weitem nicht aus. Die Patienten sterben weil ihnen nicht geholfen werden kann.

Update 14.03.2020:

Über 250 Tote mehr seit gestern. Ärzte berichten, dass Patienten über 80 oder mit Vorerkrankungen von 3 lebenswichtigen Organen nicht behandelt würden. Da diese die kritische Phase einer Coronavirusinfektion kaum überstehen könnten. Andere Docs bestreiten das. Hier ein aktueller sehr guter Blogartikel zur medizinischen Situation zu Covid-19 in Italien

Coronavirus Risiken

Ansteckungsgefahr

Update 13.03.2020:

Das Coronavirus COVID-19 ist gemäß aktuellem Wissenstand ca. 2 bis 3 mal so ansteckend, wie eine Influenza und inzwischen eine von der WHO anerkannte Pandemie.

22.02.2020

Nach Prüfung aller Fakten komme ich heute am 22.02.2020, also 4 Wochen nach dem Start dieses Beitrags zum Ergebnis, dass die Pandemie nicht mehr aufzuhalten ist. Ich will keinerlei Panik verbreiten, aber die weltweite flächendeckende Ausbreitung des Coronavirus wird nicht mehr aufzuhalten sein. 

Letalitätsgefahr

Ein guter – rein wissenschaftlicher Text zur Sterblichkeit, nur mit Fakten, ist hier bei sciencemediacenter.de zu finden

Update 15.03.2020: 

Der Kollaps des italienischen Gesundheitssystems ist Stand 15.03.2020 eingetreten. Dies vor allem, weil die Geschwindigkeit der Neuinfektionen die Verfügbarkeit der frei werdenden Intensivmedizin Betten übersteigt. (siehe auch Absatz Italien, oben) Das italienische Gesundheitssystem ist inzwischen total überfordert.

Nach Aussagen mancher italienischer Ärzte wird bei der Behandlungspriorität inzwischen sogar zur sogenannten Triage (Wikipedia Link) übergegangen. Das heißt dass nur noch Patienten mit den besten Überlebenschancen behandelt werden. Die anderen gar nicht mehr. Patienten über 80 oder mit mehr als 3 Organerkrankungen hätten eh kaum Chancen die akute Phase der Coronaviruserkrankung zu überleben, heißt es.  Das kennt man so nur aus dem Krieg.

Update 14.03.2020: 

Hatte man zunächst wegen der hohen Dunkelziffer der Coronavirus Ansteckungen die Letalitätsrate geringer eingeschätzt, als berechenbar war, sehen manche Profis nun eine weit höhere Sterblichkeit als nur 0,5%. Das bezieht sich auf alle Infektionen, verifizierte und unerkannte. Die Letalitätsrate wird kurz als CFR bezeichnet (case fatality ratio). So lange keine genauen statistischen Daten verfügbar sind bestehen Ungenauigkeiten und eine große Bandbreite. Dennoch will man ja eine ungefähre Abschätzung vornehmen und nimmt die Unsicherheit hin. Das nennt sich dann nCFR (naive case fatility ratio).

Gründe für die CFR Ungenauigkeiten

  • Nicht alle Infizierten sind erfasst -> Die errechnete Letalitätsrate ist höher als die tatsächliche
  • Nicht alle Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden richtig zugeordnet -> Die Rate würde unterschätzt werden
  • Krankheitsfälle sind noch im Behandlungsstadium – dann weiß man nicht ob von diesen jemand versterben wird. -> Die Rate würde unterschätzt werden.

Weitere Faktoren die länderspezifisch sind (nur die Wichtigsten)

  • Bei Mutationen von Viren können in verschiedenen Gebieten unterschiedlich gefährliche Stämme gegeben sein
  • Unterschiedliche Testhäufigkeit bei Verdachtsfällen
  • Erfassungssystematik unterscheidet sich
  • Der Ausbau des Gesundheitssystems ist verschieden
  • Der Zugang zum Gesundheitssystem ist von sozialen Faktoren abhängig (Einkommen, Versicherung – verfügbare Mittel)
  • Demographische Unterschiede – Länder mit einem hohen Anteil an Älteren haben eine vergleichsweise höhere Letalität

Die Letalitätsrate am 10.03.2020 – nCFR

Die von mir sehr empfohlene WebSite sciencemediacenter.de bezieht sich bei ihrer „einfachen“ Berechnung der nCFR am 10.03.2020 auf die verfügbaren Daten der Johns Hopkins Universität.  Demnach besteht zu diesem Termin eine durchschnittliche Sterblichkeitsrate von 3,52%. Diese Zahl ist erschreckend weit höher, als die in Deutschland oft genannten nur 0,3 bis 0,5%.. Sie ist 10 mal so hoch. Natürlich mit allen oben beschriebenen Unwägbarkeiten bei dieser Art von Abschätzung. Aber bei den  0,3%, die bei uns oft genannt werden, weiß man gar nicht erst, wie diese Zahl zustande kommt.

Weitere Kennzahlen von sciencemediacenter.de:

  • 17.02.2020 CDC Daten China: Letalität 2,3%
  • 17.02.2020 CDC Daten Provinz Hubei, 2,9%
  • 17.02.2020 CDC Daten Außerhalb Hubais 0,4%
  • 28.02.2020 WHO Daten China 3,8%
  • 28.02.2020 WHO Daten Wuhan 5,8%
  • 28.02.2020 WHO Daten außerhalb Wuhans 0,7%
  • 10.03.2020 Johns Hopkins Universität Daten China Festland 3,88%
  • 10.03.2020 Johns Hopkins Universität Daten China Region Hubei 4,46%
  • 10.03.2020 Johns Hopkins Universität Daten China außerhalb Hubeis 0,86%
  • 10.03.2020 Johns Hopkins Universität Daten Südkorea 0,69%
  • 10.03.2020 Johns Hopkins Universität Daten Italien 5,05%
  • 10.03.2020 Johns Hopkins Universität Daten Iran 3,31%
    Sehr unsichere Datengrundlage im Iran
  • 10.03.2020 Robert Koch Institut Daten Deutschland 0,18%
    Da die Epidemie in DE der Entwicklung anderer Regionen hinterherhinkt werden dies Zahlen sicher nach oben zu korrigieren sein

Letalität – Erste Einschätzung 12.02.2020

Das Coronavirus ist mindestens 5 mal, wahrscheinlich sogar bis zu 20 mal tödlicher als eine aggressive Grippe. Man schätzt derzeit die Werte der Letalität / Sterblichkeitsrate durch das Coronavirus auf zwischen 0,5 und 3%. 

Ab einem Alter von 50 Jahren steigt das Risiko enorm an. Bei 80 Jährigen wird eine Sterblichkeitsrate von mehr als 15% oder noch weit höher vermutet. 

Risikogruppen

Je nach Risikogruppe und Ausbau des Gesundheitssystems im Land ist das aber sehr unterschiedlich. Denn die Gefahr an dem Coronavirus zu sterben liegt für Ältere und Vorerkrankte mit ca. 15% weit höher. Bei überlasteten Gesundheitssystemen wird mit einer noch weit höheren Rate gerechnet. Die Zahlen von über 6% Sterblichkeit in Italien deuten darauf hin. In einem Entwicklungsland an dem Coronavirus zu sterben ist doch wirklich sehr, sehr hoch.

Wie lange dauert die Gefahr?

Die weltweite Coronavirus Pandemie wird voraussichtlich nicht, wie bei der Grippe, nach einem Jahr erledigt sein. Sie wird sich wohl im Sommer abschwächen und dann im Winter 2020/2021 mit voller Wucht zurückkommen. Update 15.03.2020: Laut dem Virologen Droste ist Corona wahrscheinlich nicht so empfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit und Wärme, wie Influenzaviren. So kann man nicht mehr darauf hoffen, dass der Sommer eine Verbesserung der Ansteckungsraten bringen wird.

Die Bevölkerung ist noch nicht breit immunisiert. Die so genannte Herdenimmunität wird wohl erst innerhalb der nächsten 2-3 Jahre ab einer Infektionsrate von 60 bis 70% der Gesamtbevölkerung eintreten.

Medizinische Behandlung Stand 11.03.2020

  • Einen Impfstoff gibt es nicht. Den wird es wohl frühestens in 1 bis 2 Jahren geben. Beim Mers Virus gab es nach 7 Jahren noch keinen.
  • Therapeutika – also spezielle Medikamente die den Krankheitsverlauf mildern – gibt es nicht.
  • Intensivmedizin (künstliche Beatmung) ist also bei schweren Verläufen die einzige derzeit verfügbare  medizinische Hilfe.
    Update 13.03.2020:
    Strategiewechsel von Jens Spahn und dem Robert Koch Institut. Es werden in großem Umfang Beatmungsplätze in den Kliniken eingerichtet. Außerhalb der Intensivstationen. Die Anschaffungspreise der Beatmungsgeräte haben sich verdreifacht. Die Verfügbarkeit ist aber begrenzt.

Information der Bevölkerung

Update 13.03.2020: Die Info ist besser geworden. seit ein paar Tagen nennt die Politik das Kind beim Namen. Es ist eine Pandemie und endlich sagt das auch die Politik und WHO. Bei allem Verständnis dafür, dass die Politik die Bevölkerung beruhigen will, es wird dadurch so viel wertvolle Zeit verspielt.

Denn die Zahlen der aktuell Infizierten geben ja nur den Stand von vor 2 Wochen wieder. Bei einer aktuellen Verdoppelungsrate von 3-4 Tagen sind z.B. Stand 13.03.2020 mit ca. 2.500 bestätigten Fällen heißt das, dass heute bereits mindestens. 10.000 infiziert sind. Wahrscheinlich noch viel mehr. Denn die Dunkelziffer ist wegen vieler leichter Verläufe bei Kids doch sehr hoch. Aber auch die sind ansteckend. Gefährlich vor allem für Oma und Opa.

(28.02.2020) Das hört man aber so nicht von Politikern, da Panik um jeden Preis vermieden werden soll. Aber es scheint eine reale Gefahr zu sein. Aufgeklärte und abgeklärte Menschen sollten trotz der düsteren Prognose ohne Hysterie in der Lage sein sich darauf einzustellen. Also bitte  – informiert uns schnell und korrekt – ohne Weichspüler.

Zusammenfassung (Update 15.03.2020)

Die Situation der Pandemie mit dem neuen Coronavirus ist ähnlich, wie bei der Influenza Pandemie 1918/1920. Die übrigens nur in Deutschland so genannte, „englische oder spanische Grippe“ hatte damals weltweit mindestens 25 Millionen Todesopfer gefordert. Andere Schätzungen gehen bis zu 100 Millionen Tote. Mehr als beide Weltkriege zusammen.

Erwartete Todesfälle durch Corona

Die Weltbevölkerung ist seitdem enorm gewachsen. Weltweit 100 Millionen COVID-19 Tote oder gar noch weit mehr, sind ernsthafte Prognosen von seriösen Wissenschaftlern, wenn es ganz schlimm laufen sollte. Bei ca. 85 Millionen Einwohnern in DE und 70% Infektionsrate sind das ca. 60 Millionen Erkrankungen. Bei einer sehr konservativ geschätzten Letalitätsrate von nur 0,5%  wären das etwa 300.000. Todesfälle allein in DE. In Spanien mit etwas mehr als der Hälfte der Einwohnerzahl, sind es dann entsprechend etwas mehr als die Hälfte.

Allerdings ist das der beste Fall: Bei 3% oder gar über 6%, wie aktuell in Italien würden sich die Zahlen auf  2 bis 4 Millionen Tote in DE erhöhen und in Spanien auf 1 bis 2 Millionen. Je besser es uns gelingt den Verlauf zeitlich zu entzerren (Hygiene, Sozialkontakte) desto größer wird die Chance auf ein Therapeutikum und/oder einen Impfstoff.

Möglichkeiten zur Coronavirus Bewältigung

Zeitgewinn durch vernünftiges Agieren (Sozialkontakte auf  das Minimum reduzieren) und Disziplin (Hygiene) sind derzeit die einzigen erfolgversprechenden Devisen um die Gesundheitssysteme vor einem Kollaps zu bewahren. Wenn alle gleichzeitig krank werden sollten, wird echtes Chaos ausbrechen.

Leider gibt es immer noch zu viele dumme Menschen, die den Ernst der Lage nicht erkennen. Sich umarmen, auf Veranstaltungen gehen und die besonders gefährdeten Omas und Opas besuchen. Sie negieren die Gefahr, die sie verbreiten und verharmlosen das Risiko. Ganz so, wie anfangs auch Trump oder Brasiliens Jair Bolsonaro. Unverantwortlich und unvorstellbar, dass solche Wahnsinnigen Verantwortung für Ihre Bevölkerung tragen.

Was ist Sars-CoV-2 – COVID-19?

Das Coronavirus Sars-CoV-2 – COVID-19 ist ein hochansteckendes Virus. Nach heutigem Wissen erfolgt die Ansteckung über eine Tröpfcheninfektion (Wikipedia Link). Es wurde erstmals in China im Dezember 2019 festgestellt. Aber die ersten Warnungen des chinesischen Augenarztes Li Wenliang aus Wuhan wurde von den chinesischen Behörden zunächst ignoriert.

Der chinesische Aztz Li Wenliang

Und nicht nur das. Das Behördenversagen ging so weit diesem Arzt unter Strafandrohung zu verbieten seine Entdeckung weiterhin öffentlich zu machen. Li Wenliang ist inzwischen an einer COVID-19 Infektion verstorben.

Dies obwohl er altersmäßig nicht zur Risikogruppe gehörte. Die Umstände um seinen Tod, die medizinische Behandlung und die Verschleierung der Informationen durch die chinesischen Behörden sind mehr als fragwürdig. Li Wenliang gilt in China als Held. 

Die Coronavirus Zoonose

Das Sars-CoV-2 oder COVID-19 bezeichnete Virus ist wohl Ende 2019 erstmals von Tieren auf den Menschen übergesprungen. Wahrscheinlich von Fledermäusen die auf einem Markt in Wuhan angeboten worden waren. Den Vorgang des Übergangs eines Erregers vom Tier auf den Menschen nennt man Zoonose (Wikipedia Link).

Einen sehr guten und informaiven Artikel dazu gibt es hier im WWF Blog.!

Update 15.03.2020: Verschwörungstheoretiker behaupten, dass ein Hochsicherheitslabor in Wuhan, das auf letale Viren zur biologischen Kriegsführung spezialisiert sei, einen „Unfall“ hatte.

Was bewirkt eine Infektion
mit dem neuen Coronavirus?

Die Coronavirus Lungenerkrankung

Eine Ansteckung mit COVID-19 führt zu einer grippeähnlichen Lungenerkrankung. Diese verläuft bisweilen sehr schwer. Unklar ist noch wie tödlich die Erkrankung tatsächlich ist. Es wurden anfangs Zahlen von 1 bis 3% als Mortalitätsrate genannt. Genaue statistische Zahlen zur Sterblichkeitsrate gibt es so lange nicht, bis man genau weiß wie viele Menschen tatsächlich angesteckt waren.

Krankheitsverlauf

Da bei vielen mit dem Coronavirus infizierten Menschen ein sehr leichter Krankheitsverlauf stattfindet, erkennen sie die Erkrankung nicht als Coronavirusinfektion und verwechseln sie mit einer Erkältung oder Grippe.

Längst gibt es von Fachleuten die Forderung die verfügbaren Testkapazitäten besser auszuschöpfen. Auch die Erfassungssystematik selbst ist je nach Land sehr unterschiedlich. China hat seine Prozedur COVID-19 Infizierte zu zählen z.B. schon zwei mal verändert. 

Sterberisiko

Aktuell scheint es so, dass die Gefährlichkeit an einer COVID-19 Infektion zu versterben nicht ganz so hoch ist, wie anfangs befürchtet. Die Zahlen werden derzeit regelmäßig nach unten korrigiert. Das liegt wohl an den bisher gut wirksamen Strategien in Deutschland und dem im Verhältnis zu anderen Ländern in DE sehr gut ausgebauten Gesundheitssystem.

Die im Moment von Fachleuten angenommene Bandbreite für Deutschland geht nun von 0,3 bis 1,5%. Das bezieht sich auf alle bestätigt Erkrankten und die geschätzte Dunkelziffer. Allerdings sagt niemand, wie hoch diese geschätzt wird. Erst wenn das statistische Zahlenmaterial genauer und vollständiger verfügbar sein wird, werden verlässlichere Schätzungen möglich sein.

Die Unterschiede verschiedener Altersgruppen sind aber enorm. Kinde und Teenager kommen meist sehr gut davon. Hier gibt es fast keine Todesfälle. Um alte Menschen und vorgeschädigte Patienten steht es verhältnismäßig schlecht. Hier ist die Sterblichkeitsrate weitaus höher. Je nach Land und Gesundheitssystem sind es bis zu 20%. 

Mehr Infos zur Letalität weiter oben – klick hier

Epidemie oder schon Pandemie

Noch immer aber sind sich manche Wissenschaftler und vor allem aber Politiker nicht einig ob beim Coronavirus bereits das Stadium einer Pandemie erreicht ist (Stand 02.03.2020). Auch die WHO hat COVID-19 Infektionen bis heute noch nicht als Pandemie klassifiziert. Was für ein Witz! Das ist für mich unglaublich fahrlässig, wenn am 03.03. 2020  mehr als 72 Länder Krankheitsfälle melden.

Coronavirus Epidemie

  • Als Epidemie (Wikipedia Eintrag) wird eine Erkrankung bezeichnet, die ansteckend ist und lokal begrenzt eine größere Anzahl an Menschen betrifft.

Coronavirus Pandemie

  • Die Pandemie (Wikipedia Eintrag) ist so zu sagen die große Schwester der Epidemie. Hier sind nicht nur kleine Regionen betroffen sondern Länder, Kontinente, die ganze Welt.

Das Coronavirus – eine pandemische Welterkrankung

Nach dieser Definition hat die Ausbreitung  von COVID-19 längst den Pandemie Status erreicht. Obwohl es noch niemand so bezeichnet. Bisher eiern alle Politiker und auch die WHO um die korrekte Bezeichnung rum. Warum denn nur. Ich bin ein mündiger Bürger.

Update 05.03.2019: Jens Spahn spricht nun endlich auch von einer Pandemie

Schon das Wort Epidemie hört sich nicht wirklich gut an. Eine weltumspannende Pandemie einer so gefährlichen, ansteckenden Krankheit aber, ist ein echter Horror. Und das macht uns allen zu recht Angst. Das mag wohl auch der Grund dafür sein, dass sich viele Politiker immer noch sehr schwer damit tun Klartext zu sprechen.

Viele versuchen uns – auch jetzt noch – nur zu beruhigen. Anderen, die etwas ehrlicher und offener informieren wird unterstellt grundlos Panik zu verbreiten. Was für ein Unsinn. Wir müssen doch wissen was los ist! Wie werden wir uns sonst darauf einstellen können.

Ein paar Fakten Stand 2. März 2020

Die Zahlen haben sich bis heute vervielfacht. Das ist nur ein paar Wochen her. Du kann damit gut sehen, wie dynamisch die Entwicklung bis heute verläuft. Das  Szenario weiter zu rechnen will ich gar nicht mehr und tue es auch nicht.  Aktuelle Zahlen erhältst Du weiter unten über die Linkliste.

  • Weltweit haben aktuell 60 Länder bestätigte COVID-19 Erkrankungen gemeldet. Gestern waren es 10 weniger
    Update am 4.03. sind es nun 72 Länder
  • In Deutschland hat sich die Zahl der bestätigt COVID-19 Erkrankten innerhalb eines Tages auf nun ca. 150 verdoppelt
    Update am 04.03. nun sind es über 200
    Update am 06.03. In nur 2 Tagen sich die Zahl der bestätigt Erkrankten in DE verdoppelt. Es sind nun über 400. Das sind die meisten Erkrankungen in Europa nach dem Krisenherd in Italien.
  • In China sind laut Behördenangaben über 80.000 Personen erkrankt. Es wurden knapp 3.000 Todesfälle gemeldet. Unklar ist, ob die chinesischen Angaben korrekt sind.
  • China, Südkorea, der Iran und Italien sind von COVID-19 am meisten betroffen.
    Update am 04.03. Die Situation in Italien ist dramatisch. 2.502 Infektionen und 79 Tote. Das ist eine Mortalitätsrate von über 3,15%.
  • Im Iran sind es bei angeblich knapp 1.000 Infizierten 66 Tote. Das wäre eine COVID-19 Sterblichkeitsrate von 6,6% Wahnsinn.
    Update am 04.03. Tausende Erkrankte, 77 Todesfälle, auch 22 Regierungsmitglieder infiziert. Experten gehen von eine sehr hohen Dunkelziffer aus und schätzen die veröffentlichten Zahlen weit höher ein.
  • Aus Afrika gibt es keine Rückmeldungen, da dort nicht getestet wird.
    Update 04.03. Inzwischen sind auch COVID-19 Fälle in Marokko, Senegal, Algerien und Nigeria bestätigt.

Letalitätsrate

Ob die Mortalitätsrate nun bei 0,5% oder höher liegt kann noch nicht genau bestimmt werden. Mit dem Wissensstand von heute ist sie konservativ geschätzt ca. 3 bis 10 mal so hoch, wie bei den letzten, relativ gering aggressiven Influenza / Grippeepidemien. Aber diese Einschätzung ändert sich täglich. Sie ist nur ein Korridor.

Die Tendenz der Einschätzungen geht bei fast allen Fachleuten in die Richtung – weniger COVID-19 Mortalität als zunächst befürchtet. Zumindest so lange das Virus nicht zu einer aggressiveren Variante mutiert. Ob und wann dass passieren könnte weiß keiner. Die Erfahrungen aus der Influenza Forschung lassen befürchten dass wir uns in Zukunft mit diversen Varianten des Coronavirus auseinandersetzen müssen. Und da können auch weitaus tödlichere Mutationen dabei sein.

Mehr Infos zur Letalität weiter oben – klick hier

Ausbreitung von Sars-CoV-2

Für mich deuten nach umfangreichen Recherchen für diesen Beitrag alle Meldungen darauf hin, dass die Ausbreitung der Krankheit nicht mehr zu verhindern sein wird. Auch nicht in der Region Valencia und an der Costa Blanca. Ich habe für diesen Beitrag nur seriöse und wissenschaftlich breit anerkannte Quellen genutzt. Alle sind unverdächtig Verschwörungstheorien oder Katastrophenhypes zu befördern.

Impfung gegen das Coronavirus

Ein Impfstoff wird frühestens Ende des Jahres erwartet. Wahrscheinlich später. Spezifische Medikamente zur Symptombehandlung und Linderung sind noch nicht bekannt. So bleiben nur die klassischen Möglichkeiten den Verlauf bei besonders schweren Erkrankungen zu lindern. Und lebenserhaltende Maßnahmen zu ergreifen. Künstliche Beatmung und Intensivmedizin. Wenn es uns in nicht gelingt den Infektionsverlauf zeitlich zu entzerren wird eine schwer beherrschbare Situation entstehen.

Strategiewechsel nach der rasanten
COVID-19 Verbreitung

Die bisherige Strategie

Die bisherige Strategie der meisten Länder, auch die Spaniens und Deutschlands, die COVID-19 Verbreitung zu stoppen besteht darin Erkrankte und ihre Kontaktpersonen zu ermitteln und sofort zu isolieren. Das funktionierte bisher in beiden Ländern bei einer überschaubaren Anzahl an Erkrankungen relativ gut.

Eine neue Phase ist eingetreten

Die hohe Anzahl an Infektionen – vor allem in Nordrhein Westfalen nach dem Karneval – leitete aber eine neue Phase ein. Es konnten nicht mehr alle Kontaktpersonen ermittelt werden. Das führte sofort zu einer erhöhten Anzahl an Neuerkrankungen in kurzer Zeit.

Auch weltweit beginnt sich die Situation zu verändern. Denn, wenn sich die Zahl der Infizierten so, wie die letzten Tage in Italien, dem Iran und Korea geschehen, täglich weiter so stark erhöhen funktioniert diese Strategie überhaupt nicht mehr. Die sehr hohe Anzahl an möglichen Kontaktpersonen ist schon aus personellen Gründen dann nicht mehr feststellbar. In Italien gab es alleine am 2.03.2020 18 neue Todesfälle. Heute wurden 79 gemeldet. Der Strategiewechsel wird unvermeidbar sein.

Das heißt nicht, dass nicht weiter versucht werden muss so viele Kontaktpersonen wie möglich zu finden. Denn auch, wenn das nicht mehr durchgängig gelingt, verlangsamt es die Ausbreitung. Das verschafft uns vielleicht die so dringend benötigte Zeit nach Gegenmitteln zu suchen und einen wirksamen COVID-19 Impfstoff zu entwickeln.

Neue Strategie 1
medizinische Ressourcen optimieren

Wenn eine breite Isolierung Erkrankter und das Auffinden aller Kontaktpersonen nicht mehr möglich ist geht es vor allem darum die schwer erkrankten Menschen besonders gut und intensiv zu versorgen. Nach den bisherigen Erfahrungen verlaufen 85% der Krankheitsverläufe vergleichsweise mild. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen gibt es kaum Komplikationen. Das ist eine sehr gute Nachricht.

Neue Strategie 2
Zeit gewinnen

Außerdem ist es ganz wichtig Zeit zu gewinnen. Auch, wenn ein schwererer COVID-19 Krankheitsverlauf nach derzeitigem Kenntnisstand nur bei ca. 10 bis 15% zu erwarten ist. Denn wenn eine gleichzeitige, breite Ansteckung der Bevölkerung geschieht, werden auch die Gesundheitssysteme der 1. Welt, also auch die in Spanien und Deutschland zusammenbrechen. An Afrika und andere arme Länder in Asien und Südamerika mit einem schlechteren Gesundheitssystem mag ich gar nicht denken.

Es wird angenommen, dass sich die Ausbreitung des Coronaviruns in den Sommermonaten abschwächen wird. So wird es immer wichtiger die Ausbreitungsgeschwindigkeit mit allen Mitteln zu verringern. Damit wird Zeit gewonnen, um das Coronavirus besser kennen zu lernen und vielleicht wirksame Medikamente zu entwickeln. Denn spätestens im Herbst wird es wohl eine neue, intensive Ansteckungswelle geben.

Die erwartete weitere Entwicklung

Bis 70 Prozent Infektionen erwartet

Der Virologe Christian Drosten rechnet derzeit mit ca. 70% Infektionen mit dem Coronavirus in der gesamten Bevölkerung. Erst dann sei eine Immunisierungssättigung erreicht, die Neuinfektionen verringert.

Christian Drosten ist Leiter des Instituts für Virologie an der Berliner Charité. Er ist übrigens einer der von mir in den Medien als sehr kompetent und vor allem auch authentisch und ehrlich wahrgennommenen Fachleute. Auch er will sicher keine Panik verbreiten. Aber er sagt ohne Eitelkeiten, wie bei manch anderen, was er für die Wahrheit gemäß seinem Wissensstand hält.

Auswirkung auf  das Gesundheitssystem

Christian Drosten warnte am 06.03.2020 auch davor medizinisches Personal bei möglichen Kontakten sofort zu isolieren. Denn das würde ja bedeuten, dass jeder der einen Coronavirus Erkrankten behandelt aus dem Verkehr gezogen würde. Er schlägt eine tägliche Kontrolle der Ambulanzmitarbeiter vor. Ansonsten könnte bei einem weiteren Anstieg der Neuansteckungen in gleicher Geschwindigkeit das deutsche Gesundheitssystem schnell zusammenbrechen.

Update 16.03.2020 – Krankenhaussituation

Deutschland ist mit nicht ganz 2.000 Krankenhäusern vergleichsweise gut aufgestellt. Es gibt in DE knapp 500.000 Krankenhausbetten. Davon sind ca. 28.000 Intensivbetten. (In Spanien gibt es ca. 4.000 Intensivbetten). Nicht alle können schnell verfügbar gemacht werden.

Sie sind derzeit zu 70 bis 80% mit klassischen Intensivpatienten belegt. Die Ausweitung der Beatmungsplätze wird gemäß Jens Spahn intensiv vorangetrieben. Wie viele zusätzliche Beatmungsplätze geschaffen werden konnten und zukünftig entstehen werden sagte er bisher nicht. Laut Prof.  Dr. Wieler, dem Leiter des Robert Koch Instituts sollten die Krankenhäuser in den nächsten Wochen und Monaten etwa 20.000 bis 30.000 zusätzliche Beatmungsplätze schaffen können. Ich hoffe das gelingt. 

Die ca. 8.000 bis 10.000 Intensivbetten + die geplanten 30.000 Zusatzbetten reichen schon für 10% gleichzeitig Erkrankte bei weitem nicht aus. Rechne bitte selbst. Wenn statt der  bisher geschätzten 70% insgesamt immer „nur“ 10% gleichzeitig in Wellen erkranken wären das in DE ca. 8,5 Millionen Menschen COVID-19 Kranke gleichzeitig.

Update 17.03.2020 – Intensivbehandlungskollaps droht

Nach denn bisherigen Erfahrungen haben ca. 15% einen schweren Krankheitsverlauf. Sie benötigen eine Krankenhausbetreuung. Das wären bei 10% gleichzeitig Erkrankten ca. 1,3 Millionen Menschen, die in die Klinik müssten. (500.000 Betten gibt es, viele sind aber von anderen Kranken belegt.) Vor allem für die schweren Verläufen wird es sehr eng werden. Denn 1 bis 5% benötigen eine Intensivbehandlung mit Beatmung.

Was bedeuten 10% gleichzeitig Erkrankte?

Das sind im besten Fall bei bei „nur“ 1% Intensivpatienten ca. 85.000 benötigte Intensivbetten. Im schlechteren Fall mit 5% Schwerkranken wären es 425.000 Beatmungspatienten gleichzeitig. Demgegenüber stehen aktuell ca. 10.000 verfügbare Beatmungsplätze. Hoffentlich nach der Aufstockung der Beatmungsplätze, wenns gut klappt, 40.000. Das Missverhältnis bleibt wirklich furchteinflössend.

Die Beatmungsplätze reichen nicht aus

Denn in diesem Szenario, bei 10% gleichzeitig Erkrankten fehlen ca. 45.000 bis 380.000 Beatmungsplätze. Bitte rechne selbst, vielleicht habe ich ja einen Rechenfehler drin. Hoffentlich hab ich einen Fehler gemacht. Denn weiter mag ich gar nicht mehr rechnen. Es könnten ja auch 20%, 30% oder mehr gleichzeitig erkranken.

Das wäre auch in Deutschland der Kollaps. Ärzte müssten auswählen wer ein Beatmungsbett bekommt und wer nicht. Wie derzeit schon in Italien. Hier werden 80 Jährige oder stark vorgeschädigte Patienten nicht mehr behandelt. Sie sind zum Sterben verurteilt.

Intensiv Pflegekräfte

Es gibt zu wenig Intensiv-Pflegepersonal. Schon länger wird beklagt, dass nicht alle verfügbaren Intensivplätze wegen Personalmangel genutzt werden können. Dem kann etwas entgegen gesteuert werden, indem Personalverlagerungen in den Kliniken vorgenommen werden. Aber das geht nur innerhalb von Grenzen. Unerfahrene Pflegeschüler werden nicht über Nacht zu erfahrenen Intensivbetreuern qualifizierbar sein.

Fazit  Vermeidung des Gesundheitssystem Kollaps durch Corona

Wie gezeigt, reichen bei einem weiterhin so dynamischen Ansteckungsverlauf die Ressourcen des Gesundheitssystems nicht aus. Bis zur Verfügbarkeit von Therapeutika und einem Impfstoff bleibt als einzige Möglichkeit die Verlangsamung der Neuinfektionen. Ich weiß das wiederhole ich hier schon fast gebetsmühlenartig. Aber es ist tatsächlich so, dass nur durch disziplinierte Hygiene, auf ein Minimum reduzierte soziale Kontakte und Schutzmaßnahmen,(Handschuhe, Mundschutz, Brille) diese Verlangsamung gelingen kann.

Klappt es nicht mit der zeitlichen Entzerrung der COVID-19 Neuinfektionen sind die Folgen unvorstellbar. Immer dazu gesagt, das ist nur ein Szenario mit einer dynamischen Entwicklung. Es ist zwar nicht mehr sehr wahrscheinlich aber sehr wohl möglich, dass sich die Welle von alleine abschwächt. Auch das hat es gegeben. Im anderen Fall wird unser Gesundheitssystem den Anforderungen nicht gewachsen sein.

Notfallpläne

Professor Bernd Salzberger beklagt die aktuellen Notfallpläne in Deutschland. Diese würden sich an Influnza orientieren, aber für das Coronavirus nicht wirklich passen. Der Virologe Alexander Kekulé fordert seit Wochen einen Strategiewechsel. „Wenn man absperrt gibt man zu, dass es eigentlich schon zu spät ist“. Wer soll bei einer größeren Quarantäne kontrollieren dass die, die glauben gesund zu sein nicht vor den Erkrankten fliehen werden. Hier ein Link zu einem guten, ausführlichen Artikel dazu vom ZDF.

Es ist erschreckend, dass nun bei einer akuten Bedrohungslage so viel Uneinigkeit und anscheinend mangelhafte Vorbereitung auf ein neuartiges Virus, wie COVID-19 erkennbar wird. Denn, dass damit nicht so umgegangen werden kann, wie mit dem Influenza Virus sagt einem der gesunde Menschenverstand. Für Influenza gibt es eine Impfung, große Teile der Bevölkerung sind immunisiert und es gibt Medikamente zur Behandlung. Nichts davon trifft auf ein neuartiges Virus zu.

Fehlende Schutzkleidung – ein Skandal

Nicht ausreichend eingelagert wurde z.B. Schutzkleidung, Brillen und Masken für medizinisches Personal. Das ist ein echter Skandal. Manche Hausärzte behandeln laut Tagesschau vom 06.03.2020 inzwischen völlig ungeschützt Coronavirus Verdachtsfälle.

Dadurch setzen sich die Ärzte selbst sehr hohen Risiken zu erkranken. Zudem schwächt das das System völlig unnötig. Zum einen durch das erhöhte Ausfallrisiko der Docs und Pfleger. Zum anderen erhöht sich dadurch die Verbreitungsgefahr. Denn infiziertes, medizinisches Personal steckt bis zur Identifizierung ihrer COVID-19 Erkrankung die Patienten an.

Das klingt besonders perfide. Denn so geraten gerade die Menschen in erhöhte Gefahr, die ein gesundheitliches Problem haben. Und eigentlich medizinische Hilfe suchen. Zudem sind sie dadurch geschwächt und gehören so zur Risikogruppe besonders schwer zu erkranken. Das ist der Wahnsinn.

Andere Mängel – Training, Hygiene,Tests

Training des medizinischen Personals

Neben der zu geringen Bevorratung der Schutzkleidung für medizinisches Personal wird auch dessen mangelhaftes Training kritisiert. Das beginnt beim richtigen Anlegen von Schutzkleidung. Und endet bei der korrekten Entsorgung nach einer möglichen Kontaminierung.

Hygieneaufklärung der Bevölkerung

Auch die so unglaublich wichtige Hygieneaufklärung der Bevölkerung war in Normalzeiten unter dem Radar und mangelhaft. Erst jetzt erfolgt sie medial intensiv und richtig. Die mindestens 20 Sekunden Händewaschen sind jetzt jedem bewusst. Menschenmengen und Körperkontakte zu meiden und Husten in die Ellenbeuge statt in die Hand wohl auch.

COVID-19 Testkapazitäten

Anfangs wurden wohl die möglichen Testkapazitäten eine Coronavirus Infektion zu verifizieren viel zu häufig nicht ausgeschöpft. Die Querelen, wer die Tests bezahlt sind nun beigelegt. Aber etliche, deutliche Verdachtsfälle von Infektionen mit dem Coronavirus wurden so einfach nicht früh genug erkannt.

Die gleichzeitige Influenza Welle im Frühjahr mit ähnlichen Symptomen erschwert das natürlich. Großveranstaltungen – nicht nur im Karneval – wurden unterschiedlich und zu lange zugelassen (wir haben ein föderales System). Ich kann es nicht verstehen. Denn gerade das Reduzieren von Kontakten verlangsamt die Verbreitung des Virus enorm.

Jetzt, bei steigenden Verdachtsfällen, wird es mit den Testkapazitäten eng. Niemand wird mehr auf eigenes Verlangen getestet. Nur noch eine Anreise aus einem besonders betroffenen Gebiet gilt als Testgrund. Oder eben – Kontakt mit einer COVID-19 Infizierten Person. Mehr Tests zum Beginn der Epidemie hätte viele unnötige Kontakte und weitere Ansteckungen vermeiden können. Finanzierungsgerangel bei so einer wichtigen Vermeidungsstrategie ist völlig unverständlich.

Info der spanischen Gesundheitsbehörde

Auch hier mache ich keine Updates mehr. Wie schlimme es in Spanien läuft weiß inzwischen auch jeder. Als Gegenüberstellung hier nochmal die letzten hier eingestellten Zahlen des spanischen Gesundheitsministeriums vom 24.03.2020.

Letztes Update 24.03.2020:

Gesamtzahl: 39. 673 diagnostizierte Fälle, 2.696 Todesfälle

  • 12.352 in Madrid (1.535 Tote)
  • 7.864 in Katalonien (282 Tote)
  • 2.728 im Baskenland (133 Tote)
  • 2.465 in Castilla-La Mancha (216 Tote)
  • 2.460 in Castilla y León (124 Tote)
  • 1.471 in Andalusien (87 Tote)
  • 2.167 in der Valencianischen Gemeinschaft (115 Tote)
  • 1.415 in Galizien (22 Tote)
  • 1.014 in Navarra (31 Tote)
  • 802 in La Rioja (30 Tote)
  • 758 in Aragon (37 Tote)
  • 662 in Asturien (22 Tote)
  • 636 in der Extremadura (26 Tote)
  • 557 auf den Kanarischen Inseln (16 Tote)
  • 478 auf den Balearen (13 Tote)
  • 425 in Kantabrien (9 Tote)
  • 385 in Murcia (3 Tote)
  • 28 in Melilla
  • 6 in Ceuta
  • 3.794 Menschen wurden geheilt

Quelle: Spanisches Gesundheitsministerium

Bestandsaufnahme Ende Februar und Updates – die Entwicklung ist dramatisch.

Update 12.03.2020: Es sind nun 2965 bestätigte Fälle. Todesfälle und Ansteckungszahlen explodieren und verdoppeln sich in 1-2 Tagen

Update 03.03.2020: Die bestätigten COVID-19 Infektionen haben sich seit 29.02. auf 153 Fälle verdreifacht

Update 05.03. 2020: 229 Infizierteund 2 Todesfälle

Am 29.02. gab es in Spanien 50 COVID-19 Infektionen. Der Anteil der Comunidad Valenciana war mit 13 verhältnismäßig sehr hoch. Die Coronavirus Pandemie ist nun auch in Spanien angekommen.

Die Gesundheitsbehörden in Spanien meldeten am 29.02.2019 50 – folgende Fälle:

  • 8 in Andalusien
  • 2 auf den Balearen
  • 3 im Baskenland
  • 6 auf den Kanarischen Inseln
  • 6 in Katalonien
  • 2 in Kastilien und León
  • 10 in Madrid
  • 13 in der Valencianischen Gemeinschaft

Die meisten COVID-19 Erkrankungen in Spanien meldete bisher die Valencianische Gemeinschaft. Trotzdem gab es bisher auch in Spanien kaum angeordnete Beschränkungen für Veranstaltungen und Fiestas. So wurde z.B. die Madrider Kunstmesse ARCO abgehalten. Erschreckend und erstaunlich ist das. Sind es doch meist über 100.000 Besuchern auf dieser Messe.

Unverantwortliche Politik
zu spät, zu langsam unzureichende Maßnahmen

Ich rechne für Madrid in 4 Wochen mit einer schrecklichen Katastrophe. Wenn ich die Szenarien hochrechne – im besten Fall – wird es alleine in Madrid über 1000 Tote geben und die schwer Erkrankten werden die Intensivmedizin ins Chaos stürzen. Den Worst Case schreibe ich hier gar nicht rein. Hey Politiker/innen, das ist doch absehbar für jeden mit etwas gesundem Menschenverstand. Warum lasst ihr so etwas zu? Auch die italienischen Stände waren besetzt und gut besucht. Schutzmasken wurden nicht gesichtet. Im Gegensatz dazu war wenigstens der Mobile World Kongress in Barcelona abgesagt worden.

Derzeit sind in Spanien, wie auch in Deutschland,  Gesichtsmasken schon zum Beginn einer drohenden Pandemie ausverkauft. Dazu gibt es auch Engpässe bei Desinfektionsmitteln und manchen Lebensmitteln.

Gefährlichkeit des Coronavirus
im Vergleich zur Grippe

Mortalität Coronavirus COVID-19

Die Mortalität der COVID-19 Infektionen wurde bisher auf 0,5 bis 3% geschätzt. Der Grund für diese große Bandbreite ist die hohe Dunkelziffer erkrankter aber nicht bekannter Menschen. Die leichten Verläufe werden von den Erkrankten oft als harmlose Erkältung wahrgenommen. Je mehr das im Vergleich zu den Verstorbenen sind, um so mehr sinkt die Gefahr, ausgedrückt in der Mortalitätsrate. In jedem Fall aber ist die Gefahr an Corona zu versterben weit höher als bei den milden Influenca Epidemien der letzten Jahrzehnte. Mehr Infos zur Letalität weiter oben – klick hier

Mortalität Influenca

Immerhin starben vor 2 Jahren in Deutschland etwa 30.000 Menschen an Grippe. Das ist kaum so bekannt. Denn ohne eine gleichwertige Medienberichterstattung wird so etwas nicht wahrgenommen. Die Mortalitätsrate der Influenca liegt bei ca. 0,1 bis 0,15%.  So wäre die Sterberate in DE bei gleicher Anzahl an Infizierten mit dem Coronavirus im besten Fall mindestens 3 bis 4 mal so hoch. Das sagt im Moment keiner. Es wären 90.000 bis 120.000 nur in Deutschland. Ähnliche Größenordnungen in Spanien.

Im schlechteren Fall, bei einer COVID-19 Sterberate von 3% wären es unglaubliche ca. 30 mal mehr Tote als bei der Grippeepidemie 2017. In diesem Beispiel also in Deutschland knapp eine Million Menschen. Das will keiner hören, denn es macht Angst.

Es können auch noch viel mehr sein. Denn gegen Grippe sind viele geimpft oder durch frühere Erkrankungen immunisiert. Die Wirksamkeit einer Grippeimpfung bei älteren Menschen beträgt zwar nur etwa 50% bis 60%. Aber immerhin, gegen den Coronavirus ist mit einem Impfstoff erst gegen Jahresende zu rechnen. Zudem gibt es keine wirksamen Medikamente, wie z.B. das umstrittene Tamiflu bei der Influenza.

Coronavirus Sars-CoV-2 / COVID-19
Entwicklung Valencianische Gemeinschaft

Aktuell scheint die Strategie COVID-19 Erkrankte zu entdecken und deren Kontaktpersonen aufzufinden in der Comunidad Valenciana noch zu funktionieren. Gut so, denn das verschafft uns Zeit. Es gibt etwa 5 Millionen Einwohner in der Region Valencia. Der Ausländeranteil beträgt etwa 20 bis 25%. Genau ist das nicht ermittelbar. Viele, die ständig hier leben, haben sich nicht als Residenten angemeldet. Von den ca. 1 Million Ausländern in der Region Valencia sind Briten und Deutsche am stärksten vertreten.

Gefährdungsgrad von Residenten

Ausländische Residenten sind meist ältere Semester, wie ich. Sie stellen die Gruppe der am meisten gefährdeten bei einer Coronavirus Infektion besonders schwer zu erkranken. Unsere Altersgruppe 65+ gehört zur am heftigsten gebeutelten Patientengruppe. Denn hier scheint der Anteil der besonders schweren Krankheitsverläufe weit höher als 15% zu sein. In China lag schon die Sterberate bei den über 80ig Jährigen bei fast 15%. Das ist wirklich heftig. Die Ursachen sind altersbedingte, verminderte Abwehrkräfte und Vorerkrankungen.

Insbesondere sind dies Asthma, Diabetes, Kreislaufleiden, Bluthochdruck und Lungenschädigungen. Das sind alles typische Alterskrankheiten. Fast jeder ab 65 leidet unter ihnen. Die abstoßungshemmenden Medikamente bei Implantierten schwächen das Immunsystem ganz besonders. Und – unsere Generation wurde ja von der damals werbemäßig noch ungebremsten Tabakindustrie in einer Vielzahl zu Rauchern gemacht.

Derzeitige Prognose für Residenten

So ist zu vermuten, dass ältere Residenten – Inländer, wie Ausländer- in der Comunidad Valenciana bei einer Coronavirus Pandemie stark betroffen sein werden. Vor allem auch Raucher und das sind in der Mehrzahl Männer.

Anscheinend ist die Infektion für Kinder relativ harmlos. Von den über 400 infizierten Kids unter 10 Jahren in China war keines verstorben. Eine Coronavirus Erkrankung wird mit einem leichter grippaler Infekt der unteren Atemwege verglichen. Das „leicht“ gilt aber eben nur für Jüngere ohne Vorerkrankungen oder Schädigungen des Immunsystems. Aber auch die „Mittelalten“ sind nicht vor schweren Krankheitsverläufen gefeit.

Als Grund für die besonders schweren Erkrankungen wird angenommen, dass unser Immunsystem wegen der Neuartigkeit des Coronavirus in aggressiver Weise überreagiert. So richtet es sich auch gegen uns selbst und trägt es mit dazu bei, dass ein Krankheitsverlauf tödlich enden kann. Bei kleineren Kindern ist das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt. Der überwiegende Teil der Fachwelt nimmt an, dass das der Grund für die so unterschiedlichen Verläufe bei den ganz Jungen und den ganz Alten ist. 

Älterer Residenten
m
ultiple Gefährdungen Vermeiden

Influenza Impfung – ein Muss!

Im Alter an einer Lungenentzündung zu versterben ist auch ohne das Coronavirus ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Deshalb sind die jährlichen Impfungen gegen Influenza für alle ab 60 Jahren eigentlich Pflicht. Und auch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – BZgA empfohlen.

Die Influenza Impfung bieten keinen 100% igen Schutz aber ca. 50 bis 60%. Viele Ältere die schon mehrere Grippeerkrankungen in ihrem Leben durchgestanden haben sind gegen die drei Hauptstämme der Influenza Viren immunisiert. Aber, wer weiß das schon?

Obwohl dieses Jahr die Influenza Saison im März wieder am Abebben ist lohnt sich eine Impfung aus der Sicht vieler Ärzte auch jetzt noch, wenn noch Impfstoff verfügbar ist. Je eher, desto besser. In Spanien ist das nicht der Fall. Denn bei einer Mehrfachinfektion mit verschiedenen Erregern, Corona und Influenza, ist eine kaum beherrschbare Lungenentzündung eher wahrscheinlich als ein milder Verlauf.

Pneumokokken Impfung – ein Muss!

Ganz wichtig für Ältere ist die Impfung gegen die bakterielle Lungenentzündung durch Pneumokokken. Bei Bakterien kann man zwar mit Antibiotika gegensteuern. Aber grade in Zeiten in denen Antibiotika gerade bei Streptokokkenarten immer schlechter anschlagen ist diese Impfung wirklich wichtig. Die aktuell empfohlene Pneumokokkenimpfung mit PPSV23 schützt gegen 23 verschiedene Bakterienstämme und muss erst nach 5 Jahren aufgefrischt werden.

Schutzkleidung, Hygiene und Kontakte

Schutzkleidung – was macht wirklich Sinn?

Medizinisches Personal das akut Coronavirus Erkrankte betreut muss sich natürlich anders schützen als ein normaler Einwohner. Erschreckend ist es, dass in Deutschland nicht genug Schutzkleidung in den Krankenhäusern und Arztpraxen verfügbar ist. Auch Schutzmasken wurden im Januar angeblich nach China verkauft und fehlen jetzt. Wahnsinn

Schutzmasken

Eine Schutzmaske der nötigen Filterklasse FFP3 muss in einer ärztlichen Tagesschicht normal ca. 7 mal gewechselt werden. Sonst verhindert die  durch die Atemluft zunehmende Durchfeuchtung des Filters seine Wirksamkeit. Man kann das Wechseln der Maske wohl bei einem Masken-Engpass auf nur 3 bis 4 mal reduzieren. Viel weniger aber geht nicht. Dass nicht ausreichend Schutzmasken bevorratet wurden um das klinische Personal zu schützen ist aus meiner Sicht einer der großen Skandale.

Nach einhelliger Meinung der Fachleute ist eine Schutzmaske mit einer niedrigerer Filterklasse als FFP3 ziemlich wirkungslos. So wie auch eine mit durchfeuchtetem Filter. Da kommt das Coronavirus durch.

Auch die große Anzahl an Masken, die jeder Bürger bräuchte spricht dagegen. Du müsstest über den Tag verteilt 10 bis 15 mal die Maske tauschen. Du bräuchtest im Monat ca. 300 bis 500 Masken pro Familienmitglied. Und ihr wärt ohne Schutzkleidung trotzdem nicht wirklich geschützt. Hilfreich ist eine Maske, wenn Du infiziert bist. Dann kannst Du andere vor Tröpfcheninfektionen durch Dein Ausatmen schützen.

Handschuhe & Brillen

Handschuhe scheinen hilfreicher zu sein als billige Gesichtsmasken. Z.B. im Supermarkt mit dem Einkaufswagen. Du musst die Handschuhe natürlich wechseln. Brillen helfen dabei zu vermeiden dass Du dir unabsichtlich ständig ins Gesicht fasst. Das trifft so auch auf Masken zu. Denn Du fummelst damit nicht mehr so oft an Nase, Mund und Augen herum. Beobachte Dich mal bewusst selbst, wie oft das geschieht, ohne, dass Du es normalerweise mitbekommen würdest.

Hygiene schützt am besten

Das in den Medien ständig empfohlene 20 sekündige Händewaschen wirkt zwar lächerlich. Aber es ist wohl eine der wirksamsten Maßnahmen Infektionen zu verhindern. Ich bekomme es gar nicht mit, wie oft ich mir ins Gesicht fasse. Und ich kann es auch nicht vermeiden. Es passiert einfach automatisch.

Gehustet wird natürlich von Personen abgewandt. Und nicht in die Hand, sondern die Ellenbeuge. Nach dem nach Hause kommen steht immer Händewaschen und Händedesinfektion an! Immer!

Flächige Desinfektionsattacken bringen, nach allem, was ich gelesen habe bei Erregern, die vorwiegend durch Tröpfchenübertragung anstecken nichts. Natürlich muss das in Isolierstationen bei akut Erkrankten trotzdem gemacht werden um jedes Risiko auszuschließen. Eine regelmäßige Belüftung der Wohn- oder Büroräume wird sehr empfohlen. 

Kontakte verringern bringt ganz viel

Zur zeitlichen Entflechtung des Ansteckungsverlaufes der Bevölkerung helfen auch andere simple Maßnahmen. Menschenansammlungen und unnötige Kontakte vermeiden. Händeschütteln bleiben lassen. Abstand halten. Einkaufen, wenn wenig los ist. In Spanien ist das relativ früh am Morgen der Fall.

Am besten solltest Du vermeidbare Aktionen im öffentlichen Raum bleiben lassen. Statt jeden Tag nur 1 mal pro Woche einkaufen. Dazu die Kontakte zu anderen Menschen, auch zu Freunden und Nachbarn, auf das Nötigste reduzieren. Reisen solltest Du, sofern möglich, verschieben.

Gesundheitszentrum oder Hausarzt anrufen bei Symptomen

Bei Symptomen bitte nicht mehr unangemeldet zum Arzt oder Gesundheitszentrum gehen. Anrufen und einen Termin vereinbaren. Manche Ärzte bieten spezielle Einzelsprechstunden an. So lässt sich im Fall der Fälle eine unbeabsichtigte Infektion anderer Patienten beim Doc verhindern. Bei besonders klaren Symptomen wird das Gesundheitsamt oder der Hausarzt einen Hausbesuch für einen Test machen.

Wohin geht die Reise in Spanien
mit dem Coronavirus?

Letztlich weiß das natürlich niemand. Denn in verschiedenen Ländern verläuft die Pandemie unterschiedlich. In Italien, dem Iran und Korea scheint sie aber komplett aus dem Ruder zu laufen. Die Kontaktperson sind bei der hohen Anzahl an Neuinfektionen schon jetzt nicht mehr gut ermittelbar und isolierbar. Zudem sind sich die Profis nicht in allem einig bei Ihren Einschätzungen. Aber auch die bisher eher zurückhaltenden Stimmen stufen die Gefahr einer breiten Ansteckung inzwischen als hoch ein. Warum nicht gleich so?

Auch die Gesundheitssysteme sind unterschiedlich gut ausgebaut. Aus Afrika hört man gar keine Zahlen. Man muss davon ausgehen, dass bei einer flächendeckenden Pandemie in den Entwicklungsländern sehr viel mehr Tote zu beklagen sein werden. Eine flächendeckende und gut ausgebaute Intensivmedizin existiert schlicht nicht.

Das liegt nicht an der grundsätzlichen Mortalität des Coronavirus. Wenn schwere Krankheitsverläufe mangels medizinischer Ausstattung nicht angemessen behandelt werden können steigt die Mortalitätsrate. Das trifft auch auf die Gesundheitssysteme bei uns zu. Wenn sich zu Viele in einem kurzen Zeitraum infizieren wird es schwer werden.

Region Valencia

Update 13.03.2020:

Leider hat sich auch in der Region Valencia die Zahl der Ansteckungen drastisch erhöht. Genaue Zahlen weiter unten über die Linkliste Coronavirus Spanien

Stand 29.02.2020:

Anscheinend steigt die Zahl der bestätigten Erkrankungen mit dem Coronavirus in der Comunidad Valenciana derzeit nicht schnell weiter an. Und auch die gemeldeten Krankheitsverläufe sind bisher relativ mild. Wenn es gelingt die Wellen in denen so eine Vireninfektion üblicherweise abläuft zu verlängern, kann die an sich gute spanische, medizinische Infrastruktur die schweren Fälle gut behandeln.

Gelingt es nicht Zeit zu gewinnen. Und eine 70%ige Ansteckung der Gesamtbevölkerung erfolgt in sehr kurzer Zeit, wird meiner Meinung nach das Gesundheitssystem nicht genug Ressourcen haben um die Aufgabe zu bewältigen. Wie schnell das passieren kann sieht man in Norditalien.

Worst Case

Achtung! Das gilt nur rechnerisch. Und nur, wenn der weitere Pandemieverlauf nicht abebbt, wie bei der Schweinegrippe etc. Auch das ist natürlich möglich. Niemand weiß es. In Chinas Wuhan gibt es angeblich kaum noch Neuinfektionen.

Wenn von den 5 Millionen Bewohnern der Region Valencia 70% – sprich 3,5 Millionen fast gleichzeitig erkranken würden. Und, wenn davon 15% einen schweren Verlauf erleiden und intensivmedizinisch behandelt werden müssten. Dann wären es bis zu 500.000 schwer Erkrankte. Ein Teil davon würde eine künstliche Beatmung benötigen. Das wäre schlicht nicht möglich.

Fazit Coronavirus COVID-19 Pandemie

Es scheint nach dem Zusammenführen der verfügbaren, seriösen Informationen so zu sein, dass sich die Gefahr eine breiten, weltweiten Ansteckung durch das Coronavirus sehr erhöht hat. So gilt es alle Kräfte zu bündeln um das Zeitfenster zu strecken in denen die Ansteckungswellen wohl ablaufen werden.

Angstmodus versus Vernunft

In der Sendung „Hart aber Fair“ konstatierte der Psychiater Bandelow, dass Deutschland längst im Angstmodus sei. Die leeren Supermarkt-und Drogerieregale scheinen diese Einschätzung zu stützen. Anscheinend reagiert der Mensch in Gefahrensituationen die nicht beherrschbar erscheinen hysterisch statt rational. Masken aus, Spagetti aus, Desinfektionsmittel aus und – LOL – Klopapier aus.

Wie in allen Krisensituationen gilt trotz aller wirklich sehr berechtigten Besorgtheit: Ruhe bewahren und das Sinnvolle und Nötige konsequent tun. Hier kann man nur an die Vernunft und Besonnenheit jedes Einzelnen appellieren. Und den Behörden und Fachleuten eine gute Hand wünschen. Mehr geht nicht.

Ein Impfstoff ist noch lange nicht in Sicht. Wir müssen alle daran mitarbeiten die Ansteckungsquote so gering zu halten und Zeit zu gewinnen. Nur dadurch wird unser Gesundheitssystem die Aufgabe bewältigen können.

Soziale Medien

Die sozialen Medien überschlagen sich natürlich zum Thema COVID-19. Manche gehen, wie man neudeutsch sagt sogar viral. Alles ist vertreten. Verschwörungstheorien, Panikmache mit völlig cruden, falschen Daten. Aber auch ernsthafte Infobeiträge. Wie häufig bei Krisen, sind länderspezifisch, unterschiedliche Umgehensweisen erkennbar. In manchen macht sich ein gewisser Fatalismus breit. Andere, wie z.B. Polen verfallen in den Panikmodus. In Spanien obsiegt trotz aller Ernsthaftigkeit und Besorgtheit eine typisch mediterrane Art des fatalistischen Humors.

@CoronaVid19

So postet z.B. bei Twitter unter @CoronaVid19 der Coronavirus angeblich selbst. Die Tweets beschreiben die Situation und Entwicklung aus der teils cruden Sicht des Coronavirus. Nicht alles davon muss man lustig finden. Vieles aber schon. Das Bild der Mona Lisa mit Atemschutzmaske finde ich einfach genial.

Diese Art humorvoll auch mit einer ernsthaften Bedrohung umzugehen finden die meisten Spanier sehr ok. Das ist halt eine Mentalitätsfrage. Und ich finde die spanische Art damit umzugehen sehr sympatisch. Denn das geschieht neben der gebotenen Vorsicht und dem Einhalten von Hygieneregeln.

Erfrischend war z.B. auch ein kürzlicher Besuch in meinem kleinen Picina Laden. Dort kaufe ich meinen Pool Cloro ein. Die Inhaberin hatte mir ganz selbstverständlich und herzlich ein paar Spritzer Ihres Handdesinfektionsmittels angeboten – aus ihrer Handtasche. Wie liebenswert ist das denn? Da weiß ich dann wieder, warum ich hier so gerne lebe. Ich will niemandem Unrecht tun. Aber in DE könnte ich mir das so nicht wirklich vorstellen.

Adressen Gesundheitszentren, Krankenhäuser, Apotheken

Im Adressverzeichnis von altea.me findest Du die wichtigen Adressen der medizinischen Versorgung in der Provinz. Aktuell wird das Verzeichnis sehr häufig aufgerufen und mein kleiner Server ist dafür nicht ausgelegt. So kann es manchmal ein paar Sekunden dauern bis die Seite ganz geöffnet ist. Hier die Links zu den Gesundheitsadressen.

Links Presse & Blogs zum Coronavirus
Linkliste Covid-19 Deutschland und Spanien

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Update 13.03.2020: Die Entwicklung ist so dynamisch, dass der Artikel bei den Zahlen nicht mehr ständig aktualisierbar ist. Ich empfehle hierzu die Links des deutschen Bundesgesundheitsministeriums und spanischen Gesundheitsministeriums und der WHO.

Und – wir sind alle erschreckt und erschöpft von den täglich rasant steigenden Zahlen. Ich aktalisiere sie seit dem 24.03. nicht mehr. Wenig sehe ich im Netz zum besten Verhalten im Falle eine Infektion. Heraus sticht dabei ein Blog aus der Sicht der Pflege. Das sind immerhin die, die die meiste praktische Erfahrung mit dem Verlauf der Krankheit haben. Hier ein wirklich hilfreicher Blogartikel bei mypflegephilosophie.com dazu mit Hintergründen, Anleitungen und Tipps den Krankheitsverlauf mit eigenen kleinen Aktionen zu mildern.

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